Die Brieframpe


Aus is'! - Nachricht vom Fan


Karli K.
"Bist im echten Lem eigentli aa so draaf wia aaf da Bühne? I woidad nämli aa moi ebbs mid Witz macha. Aber mei Mam sogt ollawei, dass oam des bleibt, im echten Lem. Bsonders as Gschau."
Limmer
Lieber Karli,
ich ziehe mir diesen philosophischen Fehdehandschuh mit Freuen an. Denn es stellt sich ja erst einmal die Frage: Was ist das eche Leben? Wenn die Zeit, die ich auf der Bühne stehe, nicht das echte Leben wäre, dann wäre es für dich als Zuschauer auch nicht das echte Leben.
Aber, was wäre es dann? Ein Traum? Ein Film? Ein neurologischer Versuch, zu dem du von einem drakonischen Wissenschaftsstaat aufgrund von einem geringen Vergehen verurteilt worden bist, um dein Schulmaß abzugelten?
Nein, du bist wirklich da, während der Show, wie jeder andere Zuschauer. Zumindest anfangs. Und diese anderen Zuschauer kannst du riechen, spüren und für ein Postbank-Girokonto gewinnen. Also gehen wir d'accord, dass, da du in der Showzeit atmest, trinkst, verstoffwechselst und dich nicht zuletzt eben vor allem wegen der Verstoffwechselung selber mehr oder minder lebendig fühlst, dies eben echte Lebenszeit ist.
Wenn ich nun also in dieser Zeit wie auch immer "drauf" bin, bin ich ergo im echten Leben so "drauf".
Wenn du allerdings "etwas mit Witzen" machen möchtest, bin ich der falsche Ansprechpartner. Ich bin nämlich im echten Leben überhaupt keine Gauditante.

Grüße an deine Mama. Meine sagt hinsichtlich dem Geschau das gleiche.




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Geile Stute
"Brauchen Sie neue Büromöbel?"
Limmer
Sehr geehrte Frau Geile Stute,
wie ich bereits letzte Woche Ihrer Kollegin erklärt habe, brauche ich keine Büromöbel, vielen Dank. Ich habe Ihrer Kollegin, einer Frau Veronika, erklärt, dass ich im Liegen arbeite. Da habe ich mich wohl nicht genau genug ausgedrückt.
Lassen Sie es mich so sagen: Ich bin Künstler, ergo brauche ich keine Büromöbel - ich brauche ja auch keine Worte wie "Arbeitstag".
Aber andere Fragen wären für mich durchaus von Interesse.
1. Brauchen Sie Geld? - Ja.
2. Brauchen Sie TTIP? - Nein.
3. Brauchen Sie Möbel? - Ja.
4. Brauchen Sie Gras? - Kommt drauf an.
5. Brauchen Sie Sauerstoff? - Ja.
6. Brauchen Sie neue Saiten? - Ja.
7. Brauchen Sie die CSU? - Ja (sonst hängt mein arbeitsloser Freund die ganze Zeit bei mir rum, wahrscheinlich samt seiner sonst arbeitslosen Verwandschaft).
8. Brauchen Sie Pilze? - Kommt drauf an.
9. Brauchen Sie Bier? - Kommt drauf an.
10. Brauchen Sie Bier? - Ja.
Also verschicken Sie doch einmal solche Fragen. Sie werden dann bestimmt auch mehr Antworten erhalten. Denn, ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen, so viele Mails, die Sie alleine mir schicken, deuten darauf hin, dass Sie entweder einsam oder in mich verliebt sind. Beides bedauere ich zutiefst.



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TschäkiTheJoker
"Hey, du bist ja ein süßel Spatzerl. Magst du mal ein Bier mit mir trinken? Bussi, Tschäki"
Limmer
Lieber Obsti,
den "Tschäki" schreibt man anders. - Da kommt auch gleich meine erste Gegenfrage: Wann hast du dir mein Programm angesehen? Findest du das nicht freaky, auftauchen, dich von mir nicht kennen lassen und dann wieder abziehen?
Zweitens: Was sind denn das für Sitten?! Dich als jemand anderen ausgeben, um mir zu schreiben?! Was ist denn bitte aus dem guten alten Liebes-Leberkässemmel-Gruß geworden? (Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=U8Xau6w-P-0)
Drittens: Man kann mit dir nicht ein Bier trinken. Weil du nie EIN Bier trinkst. Zudem wirkst du auch auf andere Biere, die sich eigentlich in Hände anderer schmiegen, als eine Art schwarzes Loch. Jedes Bier verlässt sobald du auftauchst seinen Trinker, um bei dir zu landen. Es ist, als ob du der Schwarm, der unwiderstehliche Seitensprung, der Schwemme Fatale der Bierwelt wärst. Ich kann noch nicht ganz erklären, warum. Aber ich bleibe dran.
Viertens: Am Freitag würd ich dich auf ein Bier einladen. Auf ein fränkisches. In der Halunkenburg in Hof.

Bussi, Andrea (deine Freundin)


P.S.: Auf dem Foto befindet sich kein fränkisches Bier.









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