Aus is'! die Post - Limmer wi(e)der das Publikum


Als ich gerade über den Auftritt in der Spielbank Bad Kissingen bloggen will, erreicht mich eine Nachricht von einem Zuschauer. Interessiert lese ich die Abhandlung über den Auftritt und das Verhalten meiner Person im Kontext seines persönlichen Befindens. Und eine Frage.
"Gibt es den Obsti eigentlich wirklich?"

Man konfrontiert mich von Zuschauerseite mit allem, zwischen obstischer Zuneigung, hannahesker Kritik und zillisterem Witz. Aber vor allem mit Fragen.
Z. B. auch: "Wie kann man nur so blöd schauen?"

Und da dämmert mir plötzlich, dass es für die Menschen viel interessanter ist, über andere nachzudenken, als über sich. Also habe ich mich entschlossen, hier künftig die schönsten (!) Zuschauerfragen zu beantworten.

Die schönste Zuschrift wird übrigens am Ende der Spielsaison gekürt und reich entlohnt.
Allerdings beantworte ich die Frage, ob es Obsti wirklich gibt, nur persönlich nach einem Gig.

Ich bitte also um weitere Fragen. Jetzt wünsche ich aber erst einmal viel Spaß mit SteffMoorleitner, Veronika und XXXSAGICHNICHTWEILSDICHNIXANGEHTXXX

Die Brieframpe

Nachricht vom Fan


SteffMoorleitner
"Woher genau aus Unterbayern kommst du?"

Limmer
Servus!
Da müssen wir jetzt ein paar Dinge klären.
Unterbayern gibt es nicht. Jedoch gibt es Unterfranken oder Oberbayern. Wenn Sie Unterfranken meinen: meistens aus einer Wirtschaft. Wenn Sie aber Oberbayern meinen: immer auf dem schnellsten Wege.
Wenn Sie Niederbaiern meinen, so ist das ein bisschen knifflig.
1. Kommt man nicht aus Niederbaiern. Niederbaiern kommt aus einem heraus. Mit jedem Grant, jedem Gurgellaut, jedem misstrauisch-misanthropischen Blick.
2. Es ist nicht so, dass ich Angst habe, die Leute könnten erfahren, wo ich wohne. Leider kann ich keine genaue Angabe machen, weil wir weder Straßennamen noch Straßen haben. Googlen kann man uns auch nicht. Wie man so leben kann? Mit einer großen Portion Niederbaiern inside.
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Veronika
"Brauchen Sie neue Büromöbel?"

Limmer
Nein, ich arbeite im Liegen. Aber danke für das Angebot.
Ich habe mich übrigens schon öfter gefragt, warum ich derzeit so viele Angebote für Büromöbel erhalte. Werden diese derzeit vermehrt hergestellt? Und wenn ja, warum? Oder ist Ihnen das Viagra ausgegangen?
Denken Sie darüber hinaus nicht, dass eine Werbung mit etwas mehr Biss sinnvoller wäre?
Vielleicht: "Billige Leder-Stühle aus deiner Umgebung warten auf dich." Oder: "Extra hart - diese Tische stehen massiv." Vielleicht könnte man diese Angebote dann mit entsprechenden, sexy Fotos aufrüschen. Ich weiß ja nicht, wie es um Ihr Äußeres bestellt ist, aber schlagen Sie das Ihrem Chef doch mal vor.
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XXXSAGICHNICHTWEILSDICHNIXANGEHTXXX
"Wie kann man bloß so blöd schauen?"

Limmer
Gute Frage, mein Freund!
Das ist nämlich gar nicht so einfach.
Die meisten Menschen glauben ja, blöd zu schauen, das ginge von alleine. Das mache man so schwupp-di-wupp. Aber von wegen! Ich persönlich habe dafür siebzehn Semester bei Prof. Prof. Dr. Dr. Dr. med. nat. phil. Hironymus Lätschinger studiert (einem fernen Verwandten vom Lätschinger Sepp aus Niederbaiern, falls Sie den kennen).
Ich kann Ihnen hier freilich weder das Füllhorn meines Studiums ausschütten, noch die praktischem Übungen zeigen, die wir wissbegierigen Schüler von H. Lätschinger täglich stundenlang absolvierten. - Oft sogar in der Öffentlichkeit! Wobei wir seltener auffielen, als gedacht. Schauen Sie mal richtig blöd in einer Verkehrskontrolle oder beim Geschlechtsverkehr - da fallen Sie nie auf.
Allerdings will ich Ihnen die philosophische Basis des Blödschauens erklären: das Nichts. Denn um das blöde Geschau zu erreichen, muss man tief in sich gehen, dorthin, wo es ganz dunkel ist. Und dann muss man das gescheite Geschau abstellen. Erst danach ist es möglich, ein blödes Geschau an seine Stelle zu rücken.
Das blöde Geschau ist ergo die Abwesenheit des gescheiten Geschaus. Es ist nur durch ein kurzes Nichts herzustellen. Wobei die Menscheit das Nichts noch nicht richtig erforscht hat! Der Wahnsinn, oder?
Wenn man diese Denklehre verstanden hat, ist es nicht mehr weit bis zu einem bombastisch blöden Geschau.
Viel Erfolg, mein Freund! Oder, wie H. Lätschinger stets zu sagen pflegte:
"Patzlaugn auf!"
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Ich freu mich wie ein Tofuschnitzl auf die nächsten Briefe!

Eure Limmerin
Grant von Niederbaiern







 


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